aktuell

SKART schnellschnell: Michael Beil, Orm Finnendahl, Tiziano Manca, Stephan Winkler, Benjamin Kobler, Ulrich Löffler, Ultraschall Berlin 2011

Die Manipulation von Geschwindigkeit sowie die Manipulation ihrer Wahrnehmung stehen im Zentrum der aktuellen Produktion der Künstlergruppe mit dem Titel .

Die Protagonisten des im Rahmen des Festivals Ultraschall im Radialsystem V am 28. Januar 2011 präsentierten Programms sind die beiden Pianisten der musikFabrik, Benjamin Kobler und Ulrich Löffler.

 

Allen vier vorgestellten Arbeiten gemeinsam ist ein besonderes Interesse an den Übergängen — an Absencen, schwankenden Momenten, an Methoden der Wahrnehmungsveränderung von Zeit und Tempo. Alle vier Werke differieren aber sowohl in der Schwerpunktsetzung bei der Behandlung des Themas, in Nuancen der Besetzung als auch in der kompositorischen Herangehensweise. Ein feines Flechtwerk von Beziehungen durchzieht das Programm ebenso wie es von deutlichen Kontrasten gegliedert wird.

 

Im Eröffnungstück des Abends, Michael Beils DOPPEL, werden die avanciertesten technischen Möglichkeiten unserer Tage (als einziges des Abends auch Video) für ein aufregendes Vexierspiel mit zeitlichen Ebenen genutzt — ein subtiles Spiel mit dem Gefühl des Vertrauten und des Déjà-vus.

Den Text des Komponisten zum Stück können Sie hier lesen: [PDF]

 

Orm Finnendahls BEWEGTE BEOBACHTUNG II präsentiert eine Reihe virtuoser Variationen auf ein zu Beginn vorgestelltes Modell, in deren Verlauf durch elektronische Überlagerungen von unmittelbar zuvor erzeugten Aufnahmen schemenhaft eine aus dem Modell abgeleitete Hintergrundharmonik aufschimmert. Solcherart geht das Werk u.a. der Frage nach der Grenze, an welcher einfache Strukturen in Komplexität umschlagen, nach.

Den Text des Komponisten zum Stück können Sie hier lesen: [PDF]

 

Akustischen Illusionen, insbesondere denen musikalischer Bewegung, ist Tiziano Mancas Komposition SUI MOTI APPARENTI gewidmet, das ganz auf technische Zusätze verzichtet. Seine Klänge befinden sich in ruheloser Bewegung, indem sie den Raum im gleichen Augenblick in verschiedene Richtungen durchqueren. Die Verschmelzung der Geschwindigkeiten dieser Prozesse führt zur verwirrenden Unfähigkeit, die Bewegungsrichtung der Musik auszumachen.

Den Text des Komponisten zum Stück können Sie in Kürze hier lesen.

 

Am Schluss des Programms steht mit Stephan Winklers das zeitlich umfangreichste Werk des Abends, welches mit der in seinem Titel angedeuteten Nicht-Wahrnehmung auf ein isländisches Märchen anspielt. Durch eine leichte Verstimmung eines der beiden Flügel entsteht eine Art "tonalité dérangée", die den stellenweise groß dimensionierten, gelegentlich aber auch drastisch eskalierenden Temposchwankungen des Stückes (eines, wie es im Untertitel heißt, Ritardandos für zwei Flügel) eine irritierende Räumlichkeit verleiht. Unter den folgenden Links finden Sie einen Text, allgemeine Informationen und eine detaillierte Analyse dieser Arbeit.

 

Drei der aufgeführten Werke sind Uraufführungen.

 

 

 

 

 

2000%E2%80%942006

 

 

 

2000

Berlin, Auswärtiges Amt

im Auftrag der Berliner Festspiele

Kompositionen: StW und MB

Videos: Andreas Decker, Jesko Marx und Veit-Lup

Musiker: Ernst Surberg (Pf) | Gerhard Scherer (Akk) | Alexander Freund/Florian Kirner (Tr) | Isaak Seidenberg/Manuel Theegarten (Hrn)| Stefan Wagner/Florian Juncker (Pos) | Katharina Ludwig (Voc) | StW (Syn)

 

 

  pure brass mix für 2x3 Blechbläser
  für Klavier, Videoprojektion und Zuspiel
  für 2x3 Blechbläser und Zuspiel
 
für Klavier Ausschnitt:
SKART cue:zero, Einladung

für Gesang, 2x3 Blechbläser, Synthesizer und Zuspiel

für Akkordeon, Videoprojektion und Zuspiel

aaron glast's kick mix für 2x3 Blechbläser und Zuspiel Ausschnitt aus dem Zuspiel:
 

 

 

2001

Berlin, Waldorf Istoria

in Zusammenarbeit mit der

berliner gesellschaft für neue musik (bgnm)

Kompositionen: MB und StW | Remixes: StW und Erik Schäffer

Wortbeiträge:

Ullrich Scheideler (Musikhistoriker) | Robert Henke (monolake)

Musiker: modern art sextett | Jörg Winkler (Va) | KNM Berlin

 

 

sieben Sachen und eine Gegebenheit für Bratsche und noch sieben (UA)
Ausschnitt:
SKART content pour rien, Einladung

Ullrich Scheideler: nicht alles besser, aber vieles anders machen — Zur Geschichte der musikalischen Bearbeitung zwischen Markt, Mode und Modernisierung
für Flöte, Klarinette, Klavier und Streichtrio mit Zuspiel
 
 

für Sextett und Zuspiel (UA)

Ausschnitt:  

Robert Henke: Schöne Idee, Eigentlich. — Worte zum Thema Remix

für Solo-Bratsche und Zuspiel (UA)

Ausschnitt:  
 

 

 

2001

Berlin, Studio 1

in Zusammenarbeit mit der Klangwerkstatt Berlin

Kompositionen: StW, MB, Julius Stahl, a'4ck/a.frisch, Boris D Hegenbart und Orm Finnendahl | Videos: Jesko Marx, Xenia Leydel, Sascha Pohlflepp, Claudia Rohrmoser, Veit-Lup und Pepe Jürgens

Musiker: Willeke/Graef/Beermann/Matt/Erdmann/Losert (Sax) | Lechner/Gay (Voc) | Badczong (Kl) | Paté (Akk) | Kanajan (V) | Velin (Va) | Maiß (Vc) | Bauer (Kb)

 

 

  für sechs Saxophone und Video (UA d. Fassg. m. Video)
Ausschnitt:
  für Klarinetten, Akkordeon und Trio basso mit Zuspiel und Flash-Video (UA)
SKART Pulsare, Einladung

für Tape und Video (UA)

für 2 Stimmen mit Live-Elektronik und Video (UA)

für Live-Elektronik und Video (UA)

für Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass mit Zuspiel und Video (UA)
 

 

 

2003

Berlin, FIFA-Fußballglobus

am Brandenburger Tor

im Auftrag der FIFA /
artevent GmbH, Wien

Kompositionen: StW, MB und Orm Finnendahl

Musiker: Chatchatur Kanajan (Geige) | Michael Wertmüller (Schlagzeug)

 

 

für Geige und G4 Ausschnitt:
SKART kommen und gehen, Einladung
  für Schlagzeug und Zuspiel

für Geige, Zuspiel und Live-Elektronik
 

 

 

2004

Bad Doberan, Friedrich-Franz-Palais

Wismar, Zeughaus

Rostock, Kunsthalle

im Auftrag von Sonoric Atmospheres
Ostseebiennale der Klangkunst

 

(weitere Auff. 2005: Berlin, TESLA)

Kompositionen: MB und Helmut Oehring

Remixes: Michael Wertmüller, MB, H. Oehring und StW

Video: Daniel Kötter | Musiker: ensemble mosaik (Bettina Junge / Simon Strasser / Susanne Zapf / Dirk Beiße / Ernst Surberg) und Michael Wertmüller

 

 

für Schlagzeug und vierkanaliges Zuspiel

SKART Spiegel, Einladung

(aus: Kurz im Müll gestochert) für Oboe, Violoncello, Klavier und Zuspiel-CD

für Geige, Violoncello, Klavier und 5.1-Zuspiel (UA)

für Flöte, Geige, Drumset und Zuspiel (UA)

für eigenhän/&-ständiges, re-aktionäres Klaviertrio und surround ZuSpiel (UA)

Ausschnitt:
für Flöte, Englischhorn, Geige, Violoncello, Klavier, Drumset und fünfkanaliges Zuspiel (UA)
 

 

 

2005

Montréal, Kanada

SAT (Société des Arts Technologiques)

in Zusammenarbeit mit dem

KORE Ensemble und dem

Goethe-Institut, Montréal

Kompositionen: StW und MB | Videos: Frédérich St-Hilaire und Jesko Marx

Musiker: KORE Ensemble, Montréal: Marie-Annick Béliveau (Sopr) | Matthieu Gaulin (Sax) | Marc Couroux (Pf) | D'Arcy Gray (Perc) | Isabelle Bozzini (Vc)

 

 

 
nach einem Gedicht von Ars. Tarkovskij
Fassung für Sopran, Violoncello, Percussion und Klavier
Ausschnitt:
 
13 Miniaturen nach Samuel Beckett
für Mezzosopran und Violoncello
Ausschnitt:
 
Fassung für Sopransaxophon, Violoncello, Klavier, Zuspiel und Video von Frédéric St-Hilaire  (UA der Fassg. mit Video)
Ausschnitt:
SKART kore:winkler, Einladung

für Sopran, Saxophon, Percussion, Klavier und Zuspiel

(Aufführung des Films von Jesko Marx) Ausschnitt:

 

Frédéric St-Hilaire, Jesko Marx, Stephan Winkler, Jonathan Goldman; Mai 2005, Montréal v.l.n.r.:
Frédéric St-Hilaire (Video)
Jesko Marx (Video)
Stephan Winkler (Kompositionen)
Jonathan Goldman (président, KORE) und Sohn

 

2006 THUN:BEIL in Zusammenarbeit mit den Schlosskonzerten Thun • Kompositionen: MB | Videos: MB • Musiker: Ernst Surberg, Michael Wertmüller, Julius Stahl | Schloss Thun (Schweiz)